Tragbare Stroboskope mit Xenon- oder LED-Technik sind optische Instrumente, die die Hochgeschwindigkeitsanalyse bewegter Objekte in Produktionslinien ermöglichen. Durch sehr kurze, mit der Bewegungsfrequenz synchronisierte Lichtblitze erscheint ein rotierendes oder sich zyklisch wiederholendes Objekt „stillstehend“, sodass seine Details beobachtet werden können, ohne die Maschine anzuhalten. Sie werden für Sichtprüfung, Qualitätskontrolle, Analyse sich wiederholender Vorgänge und vorbeugende Instandhaltung eingesetzt. Da die Umrüstzeiten immer kürzer werden, liefern diese Geräte bereits unmittelbar nach dem Anfahren der Linie einen detaillierten Überblick über die Qualität und tragen so zur Steigerung der Produktivität sowie zur Senkung von Ausschuss und Kosten bei.

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Was ist ein Stroboskop und wie „friert“ es Bewegung ein
Das Stroboskop beleuchtet ein sich gleichmäßig bewegendes Objekt mit sehr intensiven und extrem kurzen Lichtblitzen. Stimmt die Blitzfrequenz mit der Bewegungsfrequenz (Dreh- oder Schwingbewegung) überein, nimmt das Auge ein vollkommen stillstehendes Bild des Objekts wahr. Durch feines Verstellen der Frequenz entsteht ein „Zeitlupeneffekt“ mit einer scheinbar langsamen Bewegung, die Details sichtbar macht, die mit bloßem Auge sonst nicht zu erkennen wären.
LED- und Xenon-Stroboskope im Vergleich
Xenon-Stroboskope erzeugen einen sehr intensiven Blitz: Die Röhre hat eine typische Leistung von ≤ 45 W und eine Lebensdauer von etwa 50 Millionen Blitzen, bei einer Blitzdauer von 10–30 µs, die sich automatisch an die Frequenz anpasst. LED-Stroboskope (zum Beispiel mit Hochleistungs-LEDs von CREE) bieten eine deutlich längere Lebensdauer, machen den Lampenwechsel überflüssig, sind energieeffizienter und ermöglichen die Einstellung der Impulsdauer für schärfere Bilder. Die LED-Technik ist zudem vielseitiger: Sie kann in komplexe Systeme integriert oder als eigenständige Einheit verwendet werden.
Messparameter
- Typischer Blitzbereich: 60–12.000 FPM (Blitze pro Minute), umschaltbar auf Hz.
- Auflösung: 0,1 FPM von 60 bis 6.000, 1 FPM von 6.001 bis 12.000.
- Blitzdauer: 10–30 µs (Xenon), bei LED-Modellen für schärfere Bilder einstellbar.
- Einstellungen: Frequenzregler mit ×2- und ÷2-Funktion, Phasenverschiebung (Phase Shift) und Synchronisation über externen Sensor/Controller.
Optische Hochgeschwindigkeitsanalyse in der Produktionslinie
Auf Linien mit hoher Taktrate ermöglicht das Stroboskop die Prüfung der Prozessqualität in Echtzeit und erkennt Montagefehler, wiederkehrende Fehler und Synchronisationsprobleme, ohne die Produktion zu verlangsamen oder anzuhalten. Die gewonnenen Informationen erlauben ein rechtzeitiges Eingreifen, steigern die Produktivität und verringern Ausschuss und Stillstände.
Typische Anwendungen
- Tief- und Flexodruck, Auf- und Abwickler
- Extrusion, Blasformen und Spritzgießen von Kunststoffen
- Zahnräder, Nocken, Riemen und Riemenscheiben
- Lüfter, Laufräder und Spindeln
- Sichtprüfung und Qualitätskontrolle an rotierenden Teilen
Häufige Fragen
Xenon erzeugt einen sehr intensiven Blitz mit einer Röhre von ≤ 45 W und einer Lebensdauer von etwa 50 Millionen Blitzen (Dauer 10–30 µs); LED hat eine deutlich längere Lebensdauer, erfordert keinen Lampenwechsel, ist effizienter und ermöglicht die Einstellung der Impulsdauer.
Durch Synchronisierung der Blitzfrequenz mit der Bewegungsfrequenz erscheint das bewegte Objekt stillstehend: So lassen sich seine Details beobachten, als wäre es unbewegt.
Typischerweise 60–12.000 FPM (Blitze pro Minute), mit einer Auflösung bis 0,1 FPM, umschaltbar zwischen FPM und Hz.
Nein: Die Analyse erfolgt am bewegten Objekt, ohne Maschinenstillstand und ohne Verlangsamung des Prozesses.
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